Treffen der Ethikklasse 9a/b/c mit der Flüchtlingsklasse Sprachintegration 13 der Berufsschule 5 in Nürnberg

Im Rahmen unseres Ethikthemas „Die Situation der Flüchtlinge in Deutschland“  beschlossen wir, die Ethikklasse unter der Leitung von Frau Pilny, uns mit einer Klasse unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge zu treffen, die erst vor wenigen Monaten nach Deutschland gekommen waren. Seit September 2014 lernen sie an der Berufsschule 5 hauptsächlich Deutsch. Die Schüler kommen aus den unterschiedlichsten Ländern: Zum Beispiel Somalia, Afghanistan, Syrien, Pakistan. In der Klasse lernen auch Jugendliche aus EU-Ländern Deutsch, die beispielsweise aus Rumänien, Lettland oder Griechenland kommen.

Wir verabredeten uns für den 10.12.2014.

Nachdem wir das Klassenzimmer gefunden hatten, wurden uns Karten in die Hand gedrückt, auf denen sich landestypische Objekte und Informationen befanden, welche wir dann den jeweiligen Schülern, die ihr Land repräsentierten, zuordnen sollten. Diese hatten die Schüler für uns vorbereitet.

Es war erschreckend festzustellen, wie wenig man tatsächlich über die verschiedenen Länder, von denen man glaubte, eine Ahnung zu haben, wusste. Oder wüsstet ihr, welche Währung in Syrien oder Pakistan gilt, wie weit die Hauptstadt von Somalia von Nürnberg entfernt ist oder welches Gericht typisch für Afghanistan oder den Iran ist? Aber es gab natürlich auch leichtere Karten, wie zum Beispiel die Hauptstadt.

Zum Glück waren die Schüler sehr hilfsbereit und so hatten wir die Karten schnell zugeordnet. Daraufhin setzten wir uns in kleineren Gruppen zu den Schülern und aßen zusammen die mitgebrachten Speisen. Die anfängliche Schüchternheit verflog schnell auch dank der zuvor zugeordneten Karten, die den Gesprächseinstieg um einiges erleichterten. Die Verständigung auf  Deutsch ging erstaunlich gut. Sie brachten uns auch in ihren Sprachen bei, was „Guten Tag“ oder „Hallo“ heißt. Das Nachsprechen erwies sich jedoch als schwierig, unsere Versuche klangen wohl recht lustig.

Die Flüchtlinge berichteten auch von ihrem Land und beantworteten Fragen zu sich. Zum Beispiel erzählte uns ein Junge aus Somalia, dass er bereits mit 8 Jahren mit seinem jüngeren Bruder auf der Flucht gewesen sei, ohne die Eltern. Außerdem sprachen sie darüber, wie es ihnen in Deutschland ergehe und die meisten sagten, es gefalle ihnen relativ gut, außer, dass sie wenig Kontaktmöglichkeiten hätten und sich um ihre Zukunft sorgten.

Wir verstanden uns so gut, dass wir uns auf ein weiteres Treffen zum Bowling- Spielen verabredeten.

 

Alma (9b), Toni (9c), Naima (9c)

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