Wirtschaft und Recht

PRAKTIKUMSBERICHT von Nicole Spartak, 9d

 

Praktikum bei Scherzer Gemüse

 

Ein Montagmorgen wie jeder andere auch, doch dieser bereitete mir riesengroße Angst... Denn es stand der erste Praktikumstag an, das heißt, man lernt neue Leute kennen und bereitet sich auf das zukünftige Leben vor. Ich trank meinen Kaffee und konnte kaum ruhig sitzen... In 30 Minuten würde es los gehen. Ich war sehr nervös und fragte mich die ganze Zeit: „Was, wenn du etwas falsch machst oder irgendwas wegen dir kaputt geht oder sonst was?“ Und dann hieß es schon raus aus dem Haus! Nach meiner Ankunft wurde ich erst einmal herzlich empfangen und in das Büro gebeten. Kurze Zeit später kam auch schon Andreas Scherzer, der Sohn von Peter Scherzer, dem Chef meiner Praktikumsstelle, und mein Betreuer René Schuster. Sie zeigten mir die verschiedenen Treibhäuser, erklärten mir das System dort und stellten mir meine Aufgaben für die folgenden Tage. Anfangs dachte ich, es sei alles ein Kinderspiel und die Aufgaben würde ich doch an zwei Tagen erfüllen können, doch dies zögerte sich doch ganz schön hinaus und ich wurde sogar am letzten Praktikumstag nicht komplett fertig! Nach dem Erklären meiner Aufgaben stand auch schon die erste Mittagspause an, in der ich mit meinem Betreuer René Schuster und seinem Kollegen in ihrem Büro mitessen durfte, wie die Tage darauf auch. Wir aßen im Büro, da man immer einen Blick auf die Treibhäuser haben muss, denn die Temperaturen in diesen und bestimmte Regelungen müssen immer stimmen und deswegen bewacht man das Ganze mit Hilfe von Computern. Auch in der Mittagspause. Nach der einstündigen Pause ging es dann ran an die Arbeit. Als erstes sollte ich kleine Behälter in einer bestimmten Anordnung überall im Treibhaus verteilen, denn in diese kommen die Tage darauf Futter für die Nützlinge. Bis diese verteilt waren, wurden einige Kilometer gelaufen und schon war der erste Praktikumstag vorbei und auch der folgende Tag fing mit dieser Arbeit an. Darauf half ich Azubis Dünger zusammenzumischen, der sich in großen Containern befand, in welche man verschiedene Stoffe genau abmessen und hineinmischen muss. Schließlich wartete schon die Mittagspause auf mich, bei der ich mich diesmal um richtige Temperaturen in den Treibhäusern kümmern sollte. Die einstündige Pause ging schnell vorbei, nach welcher ich Töpfe mit einem Kokosgranulat füllen und gießen durfte. Am Ende der Arbeit zählte ich die Töpfe zusammen und es waren ca. 35, für die ich unglaubliche zwei Stunden gebraucht hatte. Am dritten Praktikumstag ging es dann in das Treibhaus mit den Gurken, bei denen ich mit einem Azubi gelbe Leimtafeln aufhängen musste, die als Falle für weiße Fliegen dienten. Am Donnerstag und somit meinem vierten Praktikumstag durfte ich dann in den Paprikatreibhäusern Schmetterlingsfallen aufhängen, die dazu dienen, männliche Schmetterlinge einzufangen, damit weibliche nirgendwo Eier legen und sie sich somit nicht verbreiten können. Das funktioniert so, dass das Innere der Falle voller Kleber ist und eine Patrone, die einen Duft weiblicher Schmetterlinge an die Männlichen vortäuscht, und sie somit da hineinfliegen. Nach dem Aufhängen der Fallen, ging es zu den Tomaten, bei denen ich dann zu gucken konnte, wie ein Roboter für eine vorbeugende Spritzbehandlung vorbereitet wurde. Da dies sehr viel Genauigkeit und Kraft in Anspruch nimmt, habe ich lieber nur zugeguckt, da sonst vielleicht etwas schief hätte gehen können. Nun stand der letzte Praktikumstag an. Ich war ziemlich betrübt, dass es so schnell vorbei gegangen war. An dem Tag hatte ich nur noch eine Aufgabe, die ich nicht komplett ausführen konnte, da mir die Zeit nicht ausreichte. Ich war den ganzen Tag beschäftigt mit einem Azubi Wasserablaufschläuche für Läuseampeln zu bauen. Dies erforderte viel Genauigkeit. Schließlich befestigten wir diese an den Läuseampeln, die als Aufzuchtsort für Läuse dienen. Dies waren grob meine wichtigsten Aufgaben. Ich war sehr traurig, als es vorbei war, da es mir eine riesige Freude bereitete mitzuhelfen und den Alltag eines Gärtners kennenzulernen. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung und auch mal etwas komplett anderes.

 

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